Verantwortung fördern. Für uns ein Muss.

Als Erdgas- und Erdölunternehmen sind wir seit Jahrzehnten an unseren Standorten zuhause. Wir übernehmen Verantwortung für die Umwelt, für unsere Nachbarn sowie für unsere Mitarbeiter. Wir fördern unter höchsten Umwelt- und Sicherheitsstandards heimische Energie und leisten nicht zuletzt mit unseren Speichern einen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Verantwortung fördern, indem wir einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.
Die Erdgasproduktion in Deutschland 2000 - 2018

Wir tragen durch die heimische Produktion von Erdgas und Erdöl zur sicheren Energieversorgung bei und reduzieren die Abhängigkeit von Lieferungen aus dem Ausland. So konnten im Jahr 2017 mit der Produktion aus inländischen Erdgasquellen sieben Prozent des deutschen Erdgasbedarfs gedeckt werden.

Vor einigen Jahren waren dies allerdings noch 20 Prozent. Um einem weiteren Rückgang entgegenzusteuern, wollen wir die Chancen der heimischen Erdgas- und Erdölpotenziale nutzen. Damit reduzieren wir die Importabhängigkeit und tragen zur Versorgungssicherheit bei. Denn mit der jährlichen deutschen Erdgasproduktion können wir zum Beispiel alle rund 2,4 Millionen mit Erdgas heizenden Haushalte in Niedersachsen mehr als zwei Jahre mit Energie versorgen.

Zudem betreiben wir Untertage-Erdgasspeicher, die mit ihrem Speichervolumen rund ein Viertel der jährlich verbrauchten Erdgasmenge bereitstellen. Sie federn die tages- und jahreszeitlich oder witterungsbedingt schwankende Nachfrage ab und leisten einen Beitrag zur Stabilisierung des Netzes.

Verantwortung fördern, indem wir bei der Arbeit an unseren Standorten genau hinschauen und höchste Standards beachten.
Bohranlage auf Usedom

Für jeden Förderstandort gelten strenge gesetzliche Vorschriften zum Beispiel für den Umweltschutz, die Anlagensicherheit und die Arbeitssicherheit. Bei unseren Aktivitäten wollen wir Einflüsse auf die Umwelt so gering wie möglich halten und schaffen zum Schutz von Tieren und Pflanzen neue Lebensräume. Dabei sind wir im engen Dialog mit Naturschutzverbänden und den Gemeinden. Wir investieren laufend in die Wartung und Modernisierung unserer technischen Anlagen. Unserer Mitarbeiter sind exzellent ausgebildet und arbeiten auf technisch höchstem Niveau.

Verantwortung fördern, indem wir uns direkt vor Ort engagieren.
Ein Imker an der ehemaligen Deponie Holleberger Moor

Wir als Erdgas- und Erdölbranche sind in unseren Fördergebieten zuhause und sind stolz darauf. Wir sorgen für lokale Wertschöpfung und leisten einen wichtigen Beitrag für Gemeinde- und Landeshaushalte. Wir sichern lokale Arbeitsplätze und beschäftigen über 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese enge Verbundenheit bedeutet für uns auch, dass wir vor Ort und für die Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Deshalb bringen wir uns mit der Unterstützung lokaler Projekte von Vereinen und Organisationen aktiv ein.

Verantwortung fördern, indem wir unsere Betriebsplätze ordentlich hinterlassen.
Im Holleberger Moor wurde früher Öl gefördert

Im Normalfall produziert eine Erdgas- oder Erdölbohrung 20 bis 30 Jahre. Nach dem Ende der Produktion wird der gesamte Standort zurückgebaut, renaturiert und wieder einer neuen, in der Regel landwirtschaftlichen Nutzung, zurückgegeben. Das bedeutet, dass wir die Förder- und Aufbereitungsanlagen abbauen und abtransportieren. Das Bohrloch wird mit Spezialzement verfüllt und auf Dauer sicher verschlossen. Zudem werden alle versiegelten Flächen zurückgebaut und der Mutterboden wieder aufgetragen. So werden ehemalige Förderplätze wieder Teil der Natur, zum Beispiel als Obstwiesen, Vogelbrutplätze oder als landwirtschaftliche Flächen.

Verantwortung fördern, indem wir alte Bohrschlammgruben unter die Lupe nehmen.
Beim Aufbringen von Mutterboden

Bohrschlamm fällt bei jeder Art von Bohrung an und besteht zu einem großen Teil aus Gesteinsmaterial und Ton. Das gilt für Erdgas- und Erdölbohrungen genauso wie für Trinkwasser- oder Geothermie-Bohrungen oder auch beim Tunnelbau. Vor vielen Jahrzehnten wurden die salz- und ölhaltigen Reststoffe aus Bohrungen unter behördlicher Aufsicht in sogenannten Bohrschlammgruben eingelagert – das entsprach den damaligen Umweltstandards. Heute verwerten und entsorgen wir den Bohrschlamm. Zusammen mit dem niedersächsischen Umweltministerium haben wir vereinbart, dass Standorte ehemaliger Öl- und Bohrschlammgruben in Niedersachsen auf mögliche Altlasten untersucht werden. Wir beteiligen uns mit bis zu fünf Millionen Euro an den Kosten der Untersuchungsmaßnahmen. Ziel ist es festzustellen, ob von den historischen Bohrschlammgruben Umweltbelastungen ausgehen. Sollte im Einzelfall festgestellt werden, dass ein Sanierungsbedarf besteht, übernehmen wir die Kosten.Bis Ende 2018 wurden rund 200 Anträge auf Überprüfung von Standorten gestellt. Rund ein Viertel davon wurden bereits ohne weiteren Handlungsbedarf abgeschlossen. Die restlichen Anträge befinden sich in Bearbeitung bzw. noch in unterschiedlichen Phasen der Untersuchung (Download Geofakten_29). Bisher wurde noch für keine der historischen Bohrschlammgruben einen Sanierungsbedarf festgestellt.

 

Video: Wie funktioniert eine Erdgas-Bohrung?