Sieben Kilometer vor der Westküste liegt Deutschlands einzige Ölbohr- und Förderinsel am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Seit Beginn des Förderbetriebs im Jahr 1987 wird hier Tag und Nacht mit Hilfe modernster Technik Erdöl gefördert. Mit nunmehr 31 Jahren störungsfreier Produktion garantiert die Wintershall DEA AG ein Höchstmaß an Sicherheit, Wasser- und Umweltschutz.

Eine technische Übersicht der Mittelplate

Präzise Planung, sorgfältiger Betrieb und regelmäßige Wartungen

Fortlaufende Innovationen und lückenlose Wartung stellen auch für die kommenden Jahre sichere Bohrungen und eine verantwortungsbewusste Förderung aus Deutschlands größtem Ölfeld sicher.

Bereits bei der Planung der Bohr- und Förderinsel hatten Fragen des Wasser- und Umweltschutzes oberste Priorität. Der Schutz der Insel vor den Naturgewalten und ihre Abschottung von der sensiblen Außenwelt waren Voraussetzungen für die sichere Förderung von Öl im ökologisch einmaligen Wattenmeer. Über Jahre hat sich bestätigt: Wenn Umweltschutz verantwortungsvoll durchdacht wird, finden sich geeignete Maßnahmen und technische Möglichkeiten.

Die Mittelplate im Wattenmeer

Eine Insel, die vollständig abgeschottet ist

Die 70 mal 95 Meter große Mittelplate wurde speziell für das Wattenmeer entwickelt und ist weltweit einmalig. Sie schwimmt nicht, sondern ist ein standfestes Bauwerk auf der Sandbank Mittelplate. Der Unterbau der Insel besteht aus einer flüssigkeitsdichten Stahl- und Betonwanne. Die äußeren Spundwände sind elf Meter hoch. Die massive Wannenkonstruktion wurde so konzipiert und errichtet, dass sie extreme Belastungen unbeschadet übersteht und ist so dimensioniert, dass sie mehr Öl auffangen kann, als auf der gesamten Insel vorhanden ist.

Sollten Abweichungen in der Förderung auftreten, schalten sich die Ölpumpen auf Mittelplate von selbst ab. Die Bohrlöcher sind in rund 90 Meter Tiefe mit Schnellschlussventilen gesichert. Fällt der Druck ab, schließen sich die Ventile automatisch. Weitere Absperrventile am Bohrlochkopf geben zusätzliche Sicherheit. Neben der automatischen Schließung der Bohrungen können alle sicherheitsrelevanten Mechanismen auch aus der Messwarte oder manuell vor Ort aktiviert werden.

Zudem wird das geförderte Öl nicht mit Schiffen, sondern über ein modernes und ständig kontrolliertes Pipelinesystem transportiert. Diese Maßnahmen sorgen für ein in sich geschlossenes System. Das Ausdringen oder Versickern von Erdöl oder anderen bei der Förderung anfallenden Stoffen ist ausgeschlossen. Von außen kann – abgesehen von Regen- und Spritzwasser – nichts eindringen. Regen-und Spritzwasser werden aufgefangen und ebenso wie das Abwasser aus dem Wohn- und Küchenbereich in einer eigenen Kläranlage gereinigt, in Tanks gesammelt und wie die festen Abfälle auch an Land entsorgt.

Das Erdöl und das mitgeförderte Wasser werden über das Pipelinesystem zur Landstation Dieksand nach Friedrichskoog gebracht. Dort werden Öl und Wasser getrennt, weiterverarbeitet und aufbereitet. Das Wasser wird dann zur Aufrechterhaltung des notwendigen Druckes wieder in die Lagerstätte zurückgeführt.

Unabhängige Experten untersuchen die Auswirkungen auf das Wattenmeer

Unabhängige Forschungsinstitute und Ingenieurbüros führen seit Beginn des Projekts Mittelplate Begleituntersuchungen durch, um die Auswirkungen der Ölförderung auf die sensible Umwelt zu untersuchen und zu bewerten. Dazu gehören neben biologischen Untersuchungen, bezogen auf Kleinlebewesen, Fische und Vögel, auch Untersuchungen des Meeres und des Meeresbodens in festgelegten Gebieten. Diese Informationen dienen auch der Nationalparkverwaltung als wichtige Planungsgrundlage.

Mittelplate hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Belange des Wattenmeeres mit der Förderung des wichtigen Rohstoffes Erdöl vereinbar sind.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit und das Leben auf Mittelplate in unserer Dokumentation!

Ansprechpartner

Wintershall DEA Deutschland AG
Derek Mösche
Überseering 40
22297 Hamburg

Email: derek.moesche@wintershalldea.com