Nach Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim bereitet Wintershall Dea mit höchster Priorität die Sanierung vor.

Wintershall Dea bereitet nach dem Austritt von Lagerstättenwasser aus der Bohrung Em132 im niedersächsischen Emlichheim aktuell mit höchster Priorität die Sanierung vor. Nach Abschluss einer derzeit laufenden Tiefbohrung errichtet das Unternehmen an dieser Stelle einen ersten Sanierungsbrunnen.

Wintershall Dea hatte den Aufsichtsbehörden bereits am 26. Juli 2019 eine vorläufige Gefährdungsanalyse übersandt. Demnach ist aus der Bohrung Em 132 Lagerstättenwasser unterhalb von etwa 150 Metern in den Untergrund gelangt. Nach ersten Einschätzungen könnten insgesamt 140.000 bis möglicherweise 220.000 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten sein.

Untersuchungen von insgesamt 64 Proben aus Oberflächengewässern und Grundwasser haben ergeben, dass es derzeit keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit oder für das gesamte Landökosystem gibt. Die Proben wurden vom unabhängigen Labor Eurofins untersucht. Über die Grundwassermessstellen werden nun alle vier Wochen weitere Proben entnommen. Diese Untersuchungen werden kontinuierlich mit dem niedersächsischen Landesamt für Bergbau, Energie und Geoenergie abgestimmt und angepasst.

„Wir sind uns durch die Gefährdungsanalyse und die Wasserproben sicher, dass keine Gefahr für die Gesundheit der Menschen und das Landökosystem besteht. Und wir werden weiterhin alles dafür tun, dass dies so bleibt“, sagte Dirk Warzecha, Leiter Wintershall Dea Deutschland.

Bei Wartungsarbeiten an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 hatte Wintershall Dea Anfang 2019 Korrosionsschäden an der Verrohrung in Tiefen zwischen 148 und 788 Metern festgestellt und die Bohrungen außer Betrieb genommen. Durch die Rohre von Einpressbohrungen wird Wasser, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird (sogenanntes Lagerstättenwasser), zur Druckerhaltung in die Erdöllagerstätte in rund 850 Meter Tiefe zurückgeführt.

Bei der Bohrung Em 51 hatte Wintershall Dea unterhalb von 550 Metern eine mögliche Leckage festgestellt und den Aufsichtsbehörden gemeldet. Alle bisherigen Wasserproben und Drucktests in der Nähe der Em 51 zeigen keine Veränderungen des Wassers. Aufgrund der Tiefe des Lecks (unterhalb von ca. 550 Metern) und der Tatsache, dass sich mehrere 100 Meter an dichtem Gestein darüber befinden, ist von einer Gefährdung für das Oberflächen- und Grundwasser, der menschlichen Gesundheit und des Landökosystems nicht auszugehen.

Wintershall Dea informiert auf dieser Webseite laufend über die Entwicklungen in Emlichheim.

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