Erdgas-Industrie legt Details zum Luftmonitoring vor

Nach der Ankündigung eines umfangreichen Luftmonitorings in Niedersachen, stehen die Eckpunkte des Konzeptes nun fest. Die Messkampagne wird mehr als 70 Messpunkte umfassen, die sich jeweils an Wohnorten mit der geringsten Entfernung zu einer Erdgas-Förderanlage befinden. Für die Auswahl der Standorte hat ein unabhängiger Sachverständiger aus über 300 Erdgas-Förderstellen diejenigen ermittelt, die eine private Wohnnutzung in ihrer unmittelbaren Nähe, konkret in weniger als rund 300 Meter Abstand, haben. Die Messstationen werden also jeweils am nächstgelegenen Privatgrundstück aufgestellt.

„Wir lassen mit Passivsammlern messen, die nicht größer sind als ein Marmeladenglas, ohne Strom auskommen, keinerlei Geräusche erzeugen und natürlich nur mit Zustimmung der Anwohner installiert werden“, betont Johanna Brandtner, Umweltreferentin beim Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG). „Erste Gespräche in den Landkreisen und Kommunen haben bereits stattgefunden und wir freuen uns über die hohe Akzeptanz vor Ort“, so Brandtner.

Ziel der Langzeit-Luftmessungen ist es, mögliche Immissionen der aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylole (BTEX) im Umkreis von Erdgas-Förderbetrieben repräsentativ zu erfassen, zu messen und faktenbasiert zu bewerten. Start der Messkampagne ist im zweiten Quartal 2020.

Die Messkampagne wird von einem der führenden deutschen Ingenieurbüros für Luftreinhaltung geplant und durchgeführt – von der Installation der Messstationen bis zur Auswertung der Daten. Weitere Details zum Messkonzept finden sie hier.

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